Ahoi ihr Lieben,

heute wollen wir Euch etwas ganz Besonderes in Bremen weiterempfehlen, den Nachtwächterrundgang.

Jeden Freitag und Samstag von Nov.- April um 20:30 Uhr und von Mai bis Okt. um 21:30 Uhr und jeden Mittwoch und Donnerstag von April bis Okt. um 21:00 Uhr und von Nov. bis Dez. um 20:30 Uhr könnt ihr dieses ganz besondere Abenteuer erleben.

Wie oft haben wir uns gefragt: „Wieso steht der Roland auf dem Marktplatz?“, „Was bitte ist ein Spuckstein?“ oder „Was sind das eigentlich alles für Gebäude?“. Leider wussten wir beide keine Antwort auf all diese Fragen und beschlossen kurzerhand, uns kulturell weiterzubilden und nahmen an einem Nachtwächterrundgang teil.

Am Mittwochabend gegen 21 Uhr warteten wir auf dem Bremer Marktplatz mit einigen Freunden auf einen Mann in altertümlicher Kleidung. Es dauerte nicht lange, bis uns eben dieser Mann mit Laterne und Hellebarde in Empfang nahm und für einen kleinen Obolus von 10 € (für Studenten 9€) mit auf eine Reise ins alte Bremen nahm.

Zuerst wurden wir über die Begebenheiten der alten Innenstadt aufgeklärt, in denen wir uns nun bewegten. Von alten Stadtmauern bis zum kleinen Flüsschen Balge war das alte Bremen etwas Besonderes und Einzigartiges. Direkt hinter dem Bremer Dom standen wir beispielsweise vor dem ominösen Spuckstein und hörten die Geschichte der Gesche Gottfried (die wir hier nicht erzählen wollen, weil die wirklich spannend ist). Allerdings haben wir nicht auf den Stein gespuckt – das hatten anscheinend schon einige andere Leute an diesem Tag erledigt 😉

 


 

Auch der Domshof und die Glocke durften nicht in unserem Rundgang fehlen. Der Domshof hat fast alle in der Bibel genannten Pflanzen vereint auf einem Plätzchen und das alles mitten in der Innenstadt.

Wer noch nicht im Keller des Doms, dem Bleikeller, war, sollte das in einer anderen Führung oder auch auf eigene Faust unbedingt mal gemacht haben – es gibt gruselige Mumien zu sehen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

 


 

Weiter auf dem Bremer Marktplatz wurden wir von der Geschichte des gewaltigen, heroischen Kämpfers Roland begrüßt. Unser Nachtwächter führte uns immer tiefer in die alten Zeiten und irgendwann vergaß man, dass man eigentlich im Jahre 2014 ist und mit seinem Smartphone Fotos macht J

Gegenüber vom Rathaus, das übrigens zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, so erfuhren wir dann, befindet sich das prunkvolle Haus der Kaufleute in Bremen. Ein sehr beeindruckendes und reich verziertes Haus, das bei schönem Bremer Wetter in einem goldigen Schein erstrahlt und den Reichtum, den die Kaufleute durch Handel erzielten, auch heute noch erahnen lässt.

 


 

Am Haus der Kaufleute erkennt man das (Stadt-)Motto: „BUTEN UN BINNEN – WAGEN UND WINNEN“ („Draußen und drinnen – wagen und gewinnen“).


Weiter in der Böttcherstraße, benannt nach den Fassbauern, den „Böttchern“, gab es auch als Altbremer neue Dinge zu entdecken.

 


 

Falls ihr mal in Bremen seid, dann seht Euch die beiden Häuserfronten an, die ihr links und rechts am Eingang der Böttcherstraße passiert. Hier war in den 1920er Jahren auf der linken Seite ein Künstler am Werk, der alles im Stil des (Backstein-)Expressionismus gestaltete, während auf der rechten Seite ein „normaler“ Architekt entwarf, dem die mittelalterlichen Häuserformen als Vorlage dienten.

 


 

Ebenso solltet ihr, wenn ihr am Sieben-Faulen Brunnen seid, nach hinten rechts schauen: Dort findet ihr die sieben Faulen als Skulpturen abgebildet wieder. Die Geschichte zu diesen sieben Brüdern wird Euch auf der Führung erzählt.

Für die, die es bis dahin nicht aushalten, gibt es hier die Geschichte zum Nachlesen 😉

Weiter ging es dann im Schnoorviertel. Dieses Viertel besticht durch seine ganz besondere Bauweise. Hier befinden sich zum Beispiel das kleinste Haus Bremens und auch das kleinste Hotel der Stadt. Außerdem gibt es in den vielen verwinkelten Gassen niedliche Geschäfte, die jedes DIY-Herz höher schlagen lässt. Das kleinste Haus zum Beispiel ist ein Stoffladen, in dem es super schöne Stoffe und sehr ausgefallene Knöpfe etc. der besonderen Art führt.

Wir hoffen, dass ihr jetzt richtig Lust bekommen habt, auch eine solch tolle und spannende Führung mitzumachen. Falls ihr nicht so schnell nach Bremen kommt, dann erkundet doch einfach eure Heimatstadt auf einer Führung – es wird sich garantiert lohnen. Wir werden definitiv noch an weiteren Führungen teilnehmen und Euch von unserer nächsten Tour berichten!

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